ANGEBORENE HERZERKRANKUNG

Als angeborene Herzerkrankung oder angeborene Herzfehler werden Veränderungen des Herzens und der großen herznahen Gefäße bezeichnet, die schon bei der Geburt sichtbar vorhanden sind. Die häufigsten angeborenen Herzerkrankungen des Hundes sind die Pulmonalstenose (PS), die Aortenstenose (AS) - oder genauer gesagt, die Subaortenstenose (SAS) - und der Persistierende Ductus Arteriosus (PDA). Bei der Katze kommen [...]

AORTENSTENOSE

Die Aortenstenose (Abkürzung: AS) ist eine der zwei häufigsten angeborenen Herzerkrankungen des Hundes. Sie gilt als erbliche Herzerkrankung, ist also genetisch bedingt. Bei einigen Hunderassen tritt sie besonders häufig auf, was man als genetische Rasse - Prädisposition bezeichnet. Bei Katzen kommt diese Erkrankung viel seltener vor. Der Begriff „Stenose“ bezeichnet in der Medizin eine Engstelle [...]

ARRHYTHMIE

Arrhythmie ist der medizinische Fachausdruck für eine unregelmäßige Herztätigkeit, also für eine Herz - Rhythmusstörung. Die meisten Arrhythmien entstehen durch krankhafte Veränderungen am Herzen selbst, einige auch durch Erkrankungen anderer Organe. Eine Ausnahme stellt die „Respiratorische Sinusarrhythmie“ dar, die ein häufiger Normalbefund beim Hund ist. Sie bezeichnet eine „regelmäßig - unregelmäßige“ Tätigkeit des Herzens, die [...]

ATEMFREQUENZ

Die Atemfrequenz gibt die Anzahl von Atemzügen pro Minute an. Für herzkranke Hunde hat vor allem die Atemfrequenz in Ruhe eine Bedeutung. Wenn die Ruhe - Atemfrequenz nämlich ansteigt, kann der Grund dafür ein beginnendes Herzversagen sein. Daher sollte bei Hunden im asymptomatischen Stadium einer Herzerkrankung, genauer gesagt ab CHIEF - Stadium B2, eine regelmäßige [...]

BLUTHOCHDRUCK

Als Bluthochdruck bezeichnet man einen anhaltend erhöhten Druck in den Arterien des Körperkreislaufes. Diagnostiziert werden kann er bei Hund und Katze genau wie beim Menschen durch die Blutdruckmessung. Allerdings ist diese Messung nur mit speziell für Kleintiere entwickelten Geräten durchführbar und damit nicht zu Hause möglich, sondern dem Tierarzt vorbehalten. Die Grenzwerte für einen Bluthochdruck [...]

CHIEF

CHIEF steht für Canine Heart Failure International Expert Forum. Dieses Expertenforum hat für den Hund eine eigene Einteilung für die Beschreibung des Schweregrades einer Herzerkrankung geschaffen. Vor allem gilt die CHIEF - Klassifizierung für die chronisch degenerative Mitralklappenerkrankung (Mitralklappenendokardiose), lässt sich aber für andere Herzerkrankungen ebenso anwenden. Früher wurde hingegen eine Herzinsuffizienz wie beim Menschen [...]

DCM

DCM ist die (aus dem englischen abgeleitete) Abkürzung für die Dilatative Kardiomyopathie. Auf Deutsch findet man auch die Abkürzung DKM oder DKMP. Sie ist die zweithäufigste Herzerkrankung des Hundes. Einfach ausgedrückt ist die DCM eine Herzmuskelschwäche. Gekennzeichnet ist die Erkrankung durch eine fortschreitende Erweiterung (= Dilatation) der Herzkammern. Bei einigen Rassen führt sie auch zu [...]

ENDOKARDIOSE

Als Endokardiose bezeichnet man chronisch degenerative Veränderungen an Herzklappen. Durch langsam fortschreitende Umbauprozesse an den Klappen kommt es hierbei typischerweise zur knotigen Verdickung und Verkürzung der Klappensegel. Dies führt zu einer verminderten Schlussfähigkeit der Klappe, also zu einer „undichten“ Herzklappe. Der Fachbegriff für diese Fehlfunktion heisst Klappen-Insuffizienz. Die Endokardiose der Mitralklappe ist die mit Abstand [...]

ERWORBENE HERZERKRANKUNG

Als erworbene Herzerkrankung bezeichnet man Erkrankungen, die nicht von Geburt an vorhanden sind, sondern erst später im Leben entstehen oder sich erst später feststellen lassen. Die häufigste erworbene Herzerkrankung des Hundes ist die Mitralklappenendokardiose (= Mitralklappenfibrose oder chronisch progressive degenerative Mitralklappenerkrankung), die der Katze die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM).

HCM

HCM ist die (aus dem englischen abgeleitete) Abkürzung für die Hypertrophe Kardiomyopathie.