HCM ist die (aus dem englischen abgeleitete) Abkürzung für die Hypertrophe Kardiomyopathie. Auf deutsch findet man auch die Abkürzung HKM für Hypertrophe Kardiomyopathie. Sie ist die häufigste Herzerkrankung der Katze und ist gekennzeichnet durch eine fortschreitende Verdickung des Herzmuskels.

Da diese Herzmuskelerkrankung genetisch bedingt, also erblich ist, spielt sie eine Rolle in der Katzenzucht. Die Schwierigkeit in der Selektion HCM – freier Katzen für die Zucht besteht allerdings darin, dass die Veränderungen des Herzmuskels nicht von Geburt an sichtbar sind, sondern sich individuell unterschiedlich nach ein paar Lebensmonaten oder auch erst nach ein paar Lebensjahren im Ultraschall zeigen können. Eine erste Herzultraschalluntersuchung ab dem Alter von einem Jahr für Rassekatzen, die in der Zucht eingesetzt werden sollen ist trotzdem sinnvoll, um die früh und meistens dann auch schwer betroffenen Tiere zu erkennen. Bei Zuchtkatzen sollte diese Untersuchung einmal jährlich bis zum Alter von drei Jahren erfolgen und optimaler Weise auch noch ein bis zweimal in einem höheren Alter ( 5 oder gar 8 Jahre), um die Erkrankung wirklich ausschließen zu können.

Auch bei der Hauskatze (der Europäisch Kurzhaar Katze, abgekürzt EKH) kommt die HCM sehr häufig vor.

Die HCM der Katze ist charakterisiert durch eine anomale Verdickung des Herzmuskels, die sich hauptsächlich auf der linken Herzseite zeigt. Durch die Dickenzunahme verliert der Herzmuskel an Elastizität, wodurch sich die linke Hauptkammer des Herzens weniger leicht füllen kann. Eine zweite Folgeerscheinung ist, dass immer weniger Platz für das Blut in der linken Herzkammer zur Verfügung steht. Dies führt dazu, dass eine geringere Menge Blut als normalerweise üblich bei jedem Herzschlag gepumpt werden kann. Ein verdickter Herzmuskel kann zudem Turbulenzen im Blutfluss (Wirbel, Strömungen) auslösen oder Herzklappenschlussfehler hervorrufen und dadurch Herzgeräusche verursachen, die der Tierarzt mit dem Stethoskop hören kann.

Im fortgeschrittenen Stadium der HCM kann es zur Ansammlung von Flüssigkeit in oder um die Lunge herum kommen, was zu erschwerter Atmung führen kann. Andere Tiere zeigen keinerlei äußere Anzeichen, können aber aufgrund einer plötzlich auftretenden schweren Rhythmusstörung plötzlich versterben. Manche Katzen entwickeln durch den verlangsamten Blutfluss im vergrößerten linken Vorhof Blutgerinnsel, die nach Anschwemmung in den Körperkreislauf durch eine Thrombose großer Arterien eine Lähmung der Hinterbeine verursachen können.