Diese Abkürzung steht in der Kardiologie für Persistierender Ductus Arteriosus.

Dies ist eine angeborene Herzerkrankung, die beim Hund häufig vorkommt. Nach Aortenstenose und Pulmonalstenose liegt sie auf dem 3. Platz der angeboreneren Herzerkrankungen des Hundes und ist häufig erblich bedingt. Auch bei Katzen wird der PDA ab und zu diagnostiziert.

„Persistieren“ bedeutet soviel wie bestehen bleiben. Der „Ductus Arteriosus“ ist eine Gefäßverbindung zwischen Lungenschlagader und Hauptschlagader, die vor der Geburt besteht, damit das Blut die noch nicht belüftete Lunge umgehen kann. Nach der Geburt, also sobald die Lunge entfaltet ist und der Körper über den Lungenkreislauf mit Sauerstoff versorgt wird, verschliesst sich diese Gefäßverbindung im Normalfall. Bei einem PDA fehlt dieser Verschluss und der „Ductus“ bleibt geöffnet. Da der Blutdruck in den Gefäßen des Lungenkreislaufes normalerweise viel niedriger ist als der im Körperkreislauf, fliesst dadurch ein Teil des Blutes vom Körperkreislauf in den Lungenkreislauf. Dies bezeichnet man als „Links-rechts-Shunt“. Je nach Durchmesser des Gefäßes unterscheidet man unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung. Je größer der Durchmesser ist und je mehr Blut durch den Shunt fliesst, desto schwerwiegender sind die Folgen für das Herz-Kreislauf-System. Eine schwere Erkrankung führt durch eine Volumenbelastung der linken Herzhälfte zu Linksherzversagen, Herz-Rhythmusstörungen und hat eine hohe Sterblichkeitsrate innerhalb des ersten Lebensjahres.

Nun aber die gute Nachricht: Es ist eine Heilung möglich! Wenn der „Ductus“ frühzeitig verschlossen wird und die Folgeerscheinungen am Herzen noch nicht zu weit fortgeschritten sind, kommt es häufig zur vollständigen Erholung des Herzens, so dass die Langzeitprognose sehr gut ist. Dieser Gefäßverschluss kann chirurgisch oder – weniger invasiv für das Tier – durch einen Herzkatheter-Eingriff erfolgen.

PDA_Erklärung

Abbildung links: physiologische Verhältnisse; Abbildung rechts: PDA mit Links-rechts-Shunt