Siehe auch: Perikarderguss.

Eine Ansammlung von Flüssigkeit im Herzbeutel bezeichnet man als Herzbeutelerguss.
Ab einer gewissen Menge führt dieser Erguss zur Funktionsstörung des Herzens, da dieses von außen zusammen gedrückt wird und sich deshalb nicht mehr ausreichend mit Blut füllen kann.

Hunde mit Herzbeutelerguss werden häufig als Notfall vorgestellt, da die Symptome wie Kreislaufschwäche und aufgetriebener Bauch oft ganz plötzlich auftreten. Durch die Entfernung der Flüssigkeit aus dem Herzbeutel mittels Punktion kann der Patient aber häufig gut stabilisiert werden.

Die häufigsten Ursachen für einen Herzbeutelerguss beim Hund sind:
– Hämangiosarkom im rechten Vorhof
– Herzbasistumor
– Mesotheliom des Perikards
– Idiopathische hämorrhagische Perikarditis (IHPE)

Diese Grunderkrankungen haben ganz unterschiedliche Prognosen.
Beim Hämangiosarkom ist diese immer schlecht.
Herzbasistumoren haben eine etwas bessere Langzeitprognose und es kann die chirurgische Entfernung des Herzbeutels als therapeutische Maßnahme sinnvoll sein.
Die beste Prognose hat die idiopathische Form. Vor allem hier kann bei Rezidiven eine Perikardektomie (Entfernung oder Teilentfernung des Herzbeutels) helfen.