Die Atemfrequenz in Ruhe spielt bei Hund und Katze eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Herzpatienten. Definiert ist die Ruhe – Atemfrequenz (AF) als Anzahl der Atemzüge in einer Minute während einer Ruhephase des Tieres oder im Schlaf. Daher läßt sich diese nicht in der Tierarztpraxis bestimmen, sondern nur zu Hause durch den Tierbesitzer.

Eine Flüssigkeitsansammlung in der Lunge durch ein Herzversagen führt zu einer schlechteren Sauerstoffaufnahme pro Atemzug, den der Körper mit einer Erhöhung der Anzahl der Atemzüge pro Minute ausgleichen muss. Es kommt also zum Anstieg der Ruhe – Atemfrequenz.

Wozu dient die Bestimmung der Ruhe-Atemfrequenz?

1. Früherkennung eines beginnenden Herzversagens

Um einen Anstieg der Atemfrequenz (AF) zu erkennen, muss man zuerst die normale AF seines Tieres kennen. Daher ist es sinnvoll mit dem Führen eines Atemtagebuches zu beginnen, so lange der Hund oder die Katze noch keine Symptome einer Herzerkrankung zeigt. Bemerkt man dann eine Erhöhung der AF, sollte das Tier zeitnah dem Kardiologen vorgestellt werden.

Die normale Ruhe – AF liegt bei Hund und Katze zwischen 10 und 30/min (im Schnitt meist um 20/min). Ein Wert über 30/min gilt für beide Tierarten als erhöht. Aber wenn ein Hund normalerweise eine AF von 15 Atemzügen/min hat, ist eine Erhöhung auf 25/min auch schon ein deutlicher Anstieg der Ruhe – Atemfrequenz.

2. Therapieüberwachung

Unter einer optimalen Therapie sollte die AF auch bei Hunden und Katzen im Herzversagen normal sein. Das „Wasser in der Lunge“ (Lungenödem) soll ja durch die Herztherapie beseitigt sein. Kommt es bei diesen Tieren zu einem (erneuten) Anstieg der AF, sollte der Tierarzt oder Tierkardiologe zeitnah aufgesucht werden, damit eine Therapieanpassung erfolgen kann.

Wie bestimme ich die Ruhe-Atemfrequenz meines Hundes oder meiner Katze?

Am einfachsten gelingt die Bestimmung der Ruhe – AF am schlafenden Tier. (Also nur gucken, nicht anfassen ;-), da es sonst erwacht). Beim ruhig schlafenden Hund (oder Katze) sieht man die Atembewegungen des Brustkorbes. Ein Atemzug besteht aus einem Heben (Einatmung) und einem Senken des Brustkorbes (Ausatmung). Durch Zählen der Atemzüge über eine Minute erhält man sie Atemfrequenz pro Minute. Es reicht aber auch aus, wenn man 30 Sekunden lang zählt und die Anzahl der Atemzüge mit 2 multipliziert. Im Atemtagebuch wird aber immer die AF/min notiert.

Tipp und nützliche Spielerei: Die Atemfrequenz – App für das Smartphone

Mit der kostenlosen App: Atemfrequenz – Messer für Hunde gibt es eine praktische digitale Unterstützung. Hier kann man auch eine Erinnerungsfunktion aktivieren und die ermittelten Werte bei Bedarf direkt per E-Mail an seinen Tierarzt senden. Funktioniert natürlich auch bei der Katze.

Hier der Link für das iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/atemfrequenz-messer-fur-hunde/id591781916?mt=8

Hier der Link für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ceva.atemfrequenz&hl=de

oder neu: die Vetmedica App, in der man mehrere Tiere anlegen und der Atemfrequenz – Messer die gleichen Funktionen hat wie oben genannt.

Hier der Link für das iPhone: https://itunes.apple.com/de/app/vetmedica-app/id1150635478?mt=8

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