Als Thrombembolie (oder auch Thromboembolie) bezeichnet man den Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). In der Kleintierkardiologie spielt vor allem eine Thrombembolie der Aorta bei Katzen eine Rolle. Also die Aortenthrombose.

Wenn eine Herzerkrankung zur Vergrößerung des linken Vorhofes des Herzens führt (und insbesondere des linken Herzohres), wird der Blutfluss dort sehr langsam. Dann neigen Katzen zur Bildung eines Thrombus im linken Vorhof. 

Wird ein solcher Thrombus „abgeschwemmt“ und gelangt mit dem Blutstrom in die Aorta, bleibt er je nach Größe in einer kleineren Arterie oder im Bereich der Aufzweigung der Aorta in die beiden großen Beinarterien hängen. 

Sehr kleine Thromben wandern bis in schmale Arterien und bleiben daher häufig klinisch unbemerkt. Größere Thromben können durch Verlegung einer Arterie der Vorderbeine zu einer Lahmheit oder Lähmung einer Vordergliedmaße führen.

Ein sehr großer Thrombus, der sich als sogenannter „reitender Thrombus“ in die Endaufzweigung der Aorta legt, führt durch Unterbrechung der Blutzufuhr beider Hintergliedmaßen in der Regel zur plötzlichen und schmerzhaften Lähmung beider Hinterbeine. 

Dies ist ein ernsthafter Notfall, der möglichst schnell behandelt werden muss!

Bei herzkranken Katzen kann man das Risiko zur Thrombusbildung im Herzen durch eine Echokardiographie beurteilen. Neben der Größe des linken Vorhofes und einer Erweiterung des Herzohres kann man die Blutflussgeschwindigkeit in diesen Strukturen messen. Manchmal sieht man auch die Vorstufe der Blutgerinnsel – Bildung als spontanen Echo – Kontrast im Ultraschall. Dies nennt man auch „smoke“. 

Ist das Risiko bei einer herzkranken Katze sichtlich erhöht, wird in der Regel eine medikamentelle Thromboseprophylaxe zusätzlich zur Herztherapie durchgeführt um Schlimmeres zu verhindern.